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CDU Eschborn
Stadtverband
Eschborn
Speckhardt: Mir macht meine Arbeit hier Spaß
05.01.2012 - Gemeinde/ Stadt
Speckhardt: Mir macht meine Arbeit hier Spaß
Speckhardt: Mir macht meine Arbeit hier Spaß

Ein Wechsel nach Frankfurt? Der Bürgermeister sagt, dass an dem Gerücht nichts dran ist, und bekräftigt: Ich trete wieder an

Der CDU-Mann wird immer wieder mal als Landratskandidat oder für andere Posten gehandelt. Bislang bleibt er Eschborn treu. Dafür hat er einen unschlagbar guten Grund: In der reichen Stadt am Westerbach hat er Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten wie sonst nirgendwo. Warum sollte er das aufgeben?

Eschborn.Irgendetwas macht die Runde. Schwammig, unpräzise, unausgegoren. Ob es Wunschdenken der Eschborner Opposition ist oder ob etwas Wahres dran ist? Das Gerücht ist jedenfalls seit einigen Wochen in der Welt, auch wenn unklar ist, wann und wo es seinen Ursprung nahm: Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) ist angeblich als Wirtschaftsfachmann bei der Stadt Frankfurt gefragt. Die Betonung liegt aus gutem Grund auf "angeblich". Denn einige Oppositionspolitiker reden davon, dass Speckhardt in der Bankenstadt Wirtschaftsdezernent werden könnte. Das ist aber Quatsch, weil dieser Posten vergeben ist: Markus Frank (CDU) nimmt ihn ein.

 

"Tolle Stadt"

 

Nichts deutet darauf hin, dass sich daran etwas ändert. Zwar werden demnächst drei neue Stadträte gewählt. Doch es ist längst ausgemachte Sache, wer zum Zuge kommt: Bürgermeister in Frankfurt soll Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz werden. Er übernimmt die Ressorts Planung und Bau. Als Dezernentin für Bildung und Frauen ist die Landtagsabgeordnete Sarah Sorge (Grüne) gesetzt, und Dezernentin für Umwelt, Gesundheit und Personal soll Rosemarie Heilig (Grüne) werden. Bliebe noch der Chefposten bei der Frankfurter Wirtschaftsförderung. Geschäftsführer Peter Kania ist Ende 60 und braucht irgendwann mal einen Nachfolger. Wilhelm Speckhardt?

Der Eschborner Bürgermeister lacht, als das Kreisblatt ihn mit der Gerüchteküche konfrontiert. Er sagt: "Da ist nichts dran. Das höre ich das erste Mal." Auf ihn sei niemand zukommen, "und auch von mir aus habe ich nichts gesucht". Speckhardt weiter: "Eschborn ist eine tolle Stadt. Sie bietet so viele interessante Dinge. Einige Projekte möchte ich gerne noch abschließen." Im Moment gehe er davon aus, dass er 2013 ein drittes Mal als Bürgermeister-Kandidat für die CDU in Eschborn antritt. Und dass auch seine Partei das wünscht. Schon im Frühjahr 2011 kündigte der Christdemokrat an, dass er wieder antreten will (wir berichteten). Die Grünen, Koalitionspartner seiner CDU, haben zugesagt, Speckhardt zu unterstützen und auf einen Kandidaten zu verzichten. In seine dritte Direktwahl würde Speckhardt als Favorit gehen. Schon 2001 und 2007 siegte er souverän.

Woher kommt die Spekulation mit Frankfurt? SPD-Fraktionschef Reinhard Birkert kennt sie. Er hat gehört, "dass Wilhelm Speckhardt und Boris Rhein öfter mal essen gehen". Innenminister Rhein ist OB-Kandidat der Union in Frankfurt. Seine Chancen, bei der Wahl am 11. März 2012 zu gewinnen und die Nachfolge von Petra Roth (CDU) anzutreten, stehen nicht schlecht. Für den Fall, dass er seine Mitbewerber hinter sich lässt, hätte Rhein ein Interesse daran, Schlüsselpositionen mit Leuten zu besetzen, die ihm wohlgesinnt sind.

 

Angebote lagen vor

 

Die Wirtschaftsförderung ist Speckhardts Steckenpferd. Sie ist Chefsache für ihn. Darum liegt der Gedanke, ihn zu verpflichten, nicht fern. Aber der Chef der Stadtverwaltung, der in sein zehntes Jahr als Bürgermeister geht, dementiert die Wechselabsichten. Er gibt zu, dass es in der Vergangenheit "zwei, drei Angebote" gegeben habe, ihn aus dem Chefsessel im Rathaus loszueisen. Doch warum sollte er das tun? Im reichen Eschborn hat er Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten wie sonst nirgendwo. Die finanzielle Lage in der schuldenfreien Stadt ist exzellent. Speckhardt hat seit seinem Amtsantritt CDU-dominierte Mehrheiten hinter sich. Er kann sich meist ziemlich sicher sein, seine Vorstellungen durchzusetzen.

 

Genervt?

 

Manchmal wirkt der 52-Jährige genervt vom politischen Alltagsgeschäft. Desillusioniert von den permanenten Einwänden, die er als Störfeuer wahrnimmt gegen Großprojekte, wie beispielsweise den Bau des Sportparks. Daraus leiten politische Kontrahenten gerne ab, er sei amtsmüde. Wer Speckhardt fragt, hört eine andere Antwort. "Mir macht die Arbeit hier immer noch viel Spaß", versichert er im Brustton der Überzeugung. "Man kann hier in Eschborn vieles bewegen." Woher dann rührt das Gerücht über Wechselabsichten nach Frankfurt? Speckhardt hat den Eindruck, dass es Leute in der Stadt gibt, die gegen ihn arbeiten. Die ihm schaden wollen. Muss ihn das sorgen? Nein. Die Opposition in einer Stadtverordnetenversammlung hat die Aufgabe, der Stadtregierung und dem Bürgermeister auf die Finger zu schauen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sie sich kritisch äußert, Entscheidungen anzweifelt, Vorgänge hinterfragt und nach Chancen sucht, die Position der politischen Mehrheit zu schwächen.

Noch ein Aspekt dürfte Speckhardt beruhigen. Die eigenen Reihen waren in den vergangenen Jahren meist geschlossen. Nicht immer waren alle Christdemokraten begeistert darüber, wie es im Rathaus lief. Doch wenn es knifflig wurde, etwa beim umstrittenen Mobilfunkturm-Projekt neben der Westerbach-Sportanlage in Niederhöchstadt, hielten die Parteikollegen zum Bürgermeister.

 

Stein hört 2013 auf

 

Mit dem Ausscheiden von Volker Stein (FDP) aus dem Frankfurter Magistrat 2013 könnten sich die Ressortzuschnitte in Eschborns großer Nachbarstadt ändern. Zudem will die CDU den frei werdenden Posten besetzen. Wenn es so weit ist, wird vermutlich wieder heftig spekuliert, wer als Stein-Nachfolger in Frage kommt. Vielleicht taucht dann wieder ein Name auf, der die Anfangsbuchstaben W und S trägt. Überraschen würde das niemanden mehr.ask (ask)

 

 

Speckhardt: Mir macht meine Arbeit hier Spaß

Ein Wechsel nach Frankfurt? Der Bürgermeister sagt, dass an dem Gerücht nichts dran ist, und bekräftigt: Ich trete wieder an

Der CDU-Mann wird immer wieder mal als Landratskandidat oder für andere Posten gehandelt. Bislang bleibt er Eschborn treu. Dafür hat er einen unschlagbar guten Grund: In der reichen Stadt am Westerbach hat er Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten wie sonst nirgendwo. Warum sollte er das aufgeben?

Eschborn.Irgendetwas macht die Runde. Schwammig, unpräzise, unausgegoren. Ob es Wunschdenken der Eschborner Opposition ist oder ob etwas Wahres dran ist? Das Gerücht ist jedenfalls seit einigen Wochen in der Welt, auch wenn unklar ist, wann und wo es seinen Ursprung nahm: Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) ist angeblich als Wirtschaftsfachmann bei der Stadt Frankfurt gefragt. Die Betonung liegt aus gutem Grund auf "angeblich". Denn einige Oppositionspolitiker reden davon, dass Speckhardt in der Bankenstadt Wirtschaftsdezernent werden könnte. Das ist aber Quatsch, weil dieser Posten vergeben ist: Markus Frank (CDU) nimmt ihn ein.

 

"Tolle Stadt"

 

Nichts deutet darauf hin, dass sich daran etwas ändert. Zwar werden demnächst drei neue Stadträte gewählt. Doch es ist längst ausgemachte Sache, wer zum Zuge kommt: Bürgermeister in Frankfurt soll Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz werden. Er übernimmt die Ressorts Planung und Bau. Als Dezernentin für Bildung und Frauen ist die Landtagsabgeordnete Sarah Sorge (Grüne) gesetzt, und Dezernentin für Umwelt, Gesundheit und Personal soll Rosemarie Heilig (Grüne) werden. Bliebe noch der Chefposten bei der Frankfurter Wirtschaftsförderung. Geschäftsführer Peter Kania ist Ende 60 und braucht irgendwann mal einen Nachfolger. Wilhelm Speckhardt?

Der Eschborner Bürgermeister lacht, als das Kreisblatt ihn mit der Gerüchteküche konfrontiert. Er sagt: "Da ist nichts dran. Das höre ich das erste Mal." Auf ihn sei niemand zukommen, "und auch von mir aus habe ich nichts gesucht". Speckhardt weiter: "Eschborn ist eine tolle Stadt. Sie bietet so viele interessante Dinge. Einige Projekte möchte ich gerne noch abschließen." Im Moment gehe er davon aus, dass er 2013 ein drittes Mal als Bürgermeister-Kandidat für die CDU in Eschborn antritt. Und dass auch seine Partei das wünscht. Schon im Frühjahr 2011 kündigte der Christdemokrat an, dass er wieder antreten will (wir berichteten). Die Grünen, Koalitionspartner seiner CDU, haben zugesagt, Speckhardt zu unterstützen und auf einen Kandidaten zu verzichten. In seine dritte Direktwahl würde Speckhardt als Favorit gehen. Schon 2001 und 2007 siegte er souverän.

Woher kommt die Spekulation mit Frankfurt? SPD-Fraktionschef Reinhard Birkert kennt sie. Er hat gehört, "dass Wilhelm Speckhardt und Boris Rhein öfter mal essen gehen". Innenminister Rhein ist OB-Kandidat der Union in Frankfurt. Seine Chancen, bei der Wahl am 11. März 2012 zu gewinnen und die Nachfolge von Petra Roth (CDU) anzutreten, stehen nicht schlecht. Für den Fall, dass er seine Mitbewerber hinter sich lässt, hätte Rhein ein Interesse daran, Schlüsselpositionen mit Leuten zu besetzen, die ihm wohlgesinnt sind.

 

Angebote lagen vor

 

Die Wirtschaftsförderung ist Speckhardts Steckenpferd. Sie ist Chefsache für ihn. Darum liegt der Gedanke, ihn zu verpflichten, nicht fern. Aber der Chef der Stadtverwaltung, der in sein zehntes Jahr als Bürgermeister geht, dementiert die Wechselabsichten. Er gibt zu, dass es in der Vergangenheit "zwei, drei Angebote" gegeben habe, ihn aus dem Chefsessel im Rathaus loszueisen. Doch warum sollte er das tun? Im reichen Eschborn hat er Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten wie sonst nirgendwo. Die finanzielle Lage in der schuldenfreien Stadt ist exzellent. Speckhardt hat seit seinem Amtsantritt CDU-dominierte Mehrheiten hinter sich. Er kann sich meist ziemlich sicher sein, seine Vorstellungen durchzusetzen.

 

Genervt?

 

Manchmal wirkt der 52-Jährige genervt vom politischen Alltagsgeschäft. Desillusioniert von den permanenten Einwänden, die er als Störfeuer wahrnimmt gegen Großprojekte, wie beispielsweise den Bau des Sportparks. Daraus leiten politische Kontrahenten gerne ab, er sei amtsmüde. Wer Speckhardt fragt, hört eine andere Antwort. "Mir macht die Arbeit hier immer noch viel Spaß", versichert er im Brustton der Überzeugung. "Man kann hier in Eschborn vieles bewegen." Woher dann rührt das Gerücht über Wechselabsichten nach Frankfurt? Speckhardt hat den Eindruck, dass es Leute in der Stadt gibt, die gegen ihn arbeiten. Die ihm schaden wollen. Muss ihn das sorgen? Nein. Die Opposition in einer Stadtverordnetenversammlung hat die Aufgabe, der Stadtregierung und dem Bürgermeister auf die Finger zu schauen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sie sich kritisch äußert, Entscheidungen anzweifelt, Vorgänge hinterfragt und nach Chancen sucht, die Position der politischen Mehrheit zu schwächen.

Noch ein Aspekt dürfte Speckhardt beruhigen. Die eigenen Reihen waren in den vergangenen Jahren meist geschlossen. Nicht immer waren alle Christdemokraten begeistert darüber, wie es im Rathaus lief. Doch wenn es knifflig wurde, etwa beim umstrittenen Mobilfunkturm-Projekt neben der Westerbach-Sportanlage in Niederhöchstadt, hielten die Parteikollegen zum Bürgermeister.

 

Stein hört 2013 auf

 

Mit dem Ausscheiden von Volker Stein (FDP) aus dem Frankfurter Magistrat 2013 könnten sich die Ressortzuschnitte in Eschborns großer Nachbarstadt ändern. Zudem will die CDU den frei werdenden Posten besetzen. Wenn es so weit ist, wird vermutlich wieder heftig spekuliert, wer als Stein-Nachfolger in Frage kommt. Vielleicht taucht dann wieder ein Name auf, der die Anfangsbuchstaben W und S trägt. Überraschen würde das niemanden mehr.ask (ask)

 

 

 

 Ein Wechsel nach Frankfurt? Der Bürgermeister sagt, dass an dem Gerücht nichts dran ist, und bekräftigt: Ich trete wieder an

Der CDU-Mann wird immer wieder mal als Landratskandidat oder für andere Posten gehandelt. Bislang bleibt er Eschborn treu. Dafür hat er einen unschlagbar guten Grund: In der reichen Stadt am Westerbach hat er Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten wie sonst nirgendwo. Warum sollte er das aufgeben?

Eschborn.Irgendetwas macht die Runde. Schwammig, unpräzise, unausgegoren. Ob es Wunschdenken der Eschborner Opposition ist oder ob etwas Wahres dran ist? Das Gerücht ist jedenfalls seit einigen Wochen in der Welt, auch wenn unklar ist, wann und wo es seinen Ursprung nahm: Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) ist angeblich als Wirtschaftsfachmann bei der Stadt Frankfurt gefragt. Die Betonung liegt aus gutem Grund auf "angeblich". Denn einige Oppositionspolitiker reden davon, dass Speckhardt in der Bankenstadt Wirtschaftsdezernent werden könnte. Das ist aber Quatsch, weil dieser Posten vergeben ist: Markus Frank (CDU) nimmt ihn ein.

 

"Tolle Stadt" 

Nichts deutet darauf hin, dass sich daran etwas ändert. Zwar werden demnächst drei neue Stadträte gewählt. Doch es ist längst ausgemachte Sache, wer zum Zuge kommt: Bürgermeister in Frankfurt soll Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz werden. Er übernimmt die Ressorts Planung und Bau. Als Dezernentin für Bildung und Frauen ist die Landtagsabgeordnete Sarah Sorge (Grüne) gesetzt, und Dezernentin für Umwelt, Gesundheit und Personal soll Rosemarie Heilig (Grüne) werden. Bliebe noch der Chefposten bei der Frankfurter Wirtschaftsförderung. Geschäftsführer Peter Kania ist Ende 60 und braucht irgendwann mal einen Nachfolger. Wilhelm Speckhardt?

Der Eschborner Bürgermeister lacht, als das Kreisblatt ihn mit der Gerüchteküche konfrontiert. Er sagt: "Da ist nichts dran. Das höre ich das erste Mal." Auf ihn sei niemand zukommen, "und auch von mir aus habe ich nichts gesucht". Speckhardt weiter: "Eschborn ist eine tolle Stadt. Sie bietet so viele interessante Dinge. Einige Projekte möchte ich gerne noch abschließen." Im Moment gehe er davon aus, dass er 2013 ein drittes Mal als Bürgermeister-Kandidat für die CDU in Eschborn antritt. Und dass auch seine Partei das wünscht. Schon im Frühjahr 2011 kündigte der Christdemokrat an, dass er wieder antreten will (wir berichteten). Die Grünen, Koalitionspartner seiner CDU, haben zugesagt, Speckhardt zu unterstützen und auf einen Kandidaten zu verzichten. In seine dritte Direktwahl würde Speckhardt als Favorit gehen. Schon 2001 und 2007 siegte er souverän.

Woher kommt die Spekulation mit Frankfurt? SPD-Fraktionschef Reinhard Birkert kennt sie. Er hat gehört, "dass Wilhelm Speckhardt und Boris Rhein öfter mal essen gehen". Innenminister Rhein ist OB-Kandidat der Union in Frankfurt. Seine Chancen, bei der Wahl am 11. März 2012 zu gewinnen und die Nachfolge von Petra Roth (CDU) anzutreten, stehen nicht schlecht. Für den Fall, dass er seine Mitbewerber hinter sich lässt, hätte Rhein ein Interesse daran, Schlüsselpositionen mit Leuten zu besetzen, die ihm wohlgesinnt sind.

Angebote lagen vor

Die Wirtschaftsförderung ist Speckhardts Steckenpferd. Sie ist Chefsache für ihn. Darum liegt der Gedanke, ihn zu verpflichten, nicht fern. Aber der Chef der Stadtverwaltung, der in sein zehntes Jahr als Bürgermeister geht, dementiert die Wechselabsichten. Er gibt zu, dass es in der Vergangenheit "zwei, drei Angebote" gegeben habe, ihn aus dem Chefsessel im Rathaus loszueisen. Doch warum sollte er das tun? Im reichen Eschborn hat er Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten wie sonst nirgendwo. Die finanzielle Lage in der schuldenfreien Stadt ist exzellent. Speckhardt hat seit seinem Amtsantritt CDU-dominierte Mehrheiten hinter sich. Er kann sich meist ziemlich sicher sein, seine Vorstellungen durchzusetzen. 

Genervt?

Manchmal wirkt der 52-Jährige genervt vom politischen Alltagsgeschäft. Desillusioniert von den permanenten Einwänden, die er als Störfeuer wahrnimmt gegen Großprojekte, wie beispielsweise den Bau des Sportparks. Daraus leiten politische Kontrahenten gerne ab, er sei amtsmüde. Wer Speckhardt fragt, hört eine andere Antwort. "Mir macht die Arbeit hier immer noch viel Spaß", versichert er im Brustton der Überzeugung. "Man kann hier in Eschborn vieles bewegen." Woher dann rührt das Gerücht über Wechselabsichten nach Frankfurt? Speckhardt hat den Eindruck, dass es Leute in der Stadt gibt, die gegen ihn arbeiten. Die ihm schaden wollen. Muss ihn das sorgen? Nein. Die Opposition in einer Stadtverordnetenversammlung hat die Aufgabe, der Stadtregierung und dem Bürgermeister auf die Finger zu schauen. Es liegt in der Natur der Sache, dass sie sich kritisch äußert, Entscheidungen anzweifelt, Vorgänge hinterfragt und nach Chancen sucht, die Position der politischen Mehrheit zu schwächen.

Noch ein Aspekt dürfte Speckhardt beruhigen. Die eigenen Reihen waren in den vergangenen Jahren meist geschlossen. Nicht immer waren alle Christdemokraten begeistert darüber, wie es im Rathaus lief. Doch wenn es knifflig wurde, etwa beim umstrittenen Mobilfunkturm-Projekt neben der Westerbach-Sportanlage in Niederhöchstadt, hielten die Parteikollegen zum Bürgermeister.

Stein hört 2013 auf

Mit dem Ausscheiden von Volker Stein (FDP) aus dem Frankfurter Magistrat 2013 könnten sich die Ressortzuschnitte in Eschborns großer Nachbarstadt ändern. Zudem will die CDU den frei werdenden Posten besetzen. Wenn es so weit ist, wird vermutlich wieder heftig spekuliert, wer als Stein-Nachfolger in Frage kommt. Vielleicht taucht dann wieder ein Name auf, der die Anfangsbuchstaben W und S trägt. Überraschen würde das niemanden mehr.ask (ask)

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