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Großer Neujahrsempfang mit der Empfehlung zu „Gelassenheit“: Blick auf Geschaffenes und Zukunft Eschborn
19.01.2012 - Gemeinde/ Stadt
Großer Neujahrsempfang mit der Empfehlung zu „Gelassenheit“: Blick auf Geschaffenes und Zukunft Eschborn
Die Stadt Eschborn ist in diesen Jahren zumindest vermögend. Ihr Bürgermeister trägt auch nicht die Not im Namen, sondern mehr das, was ansetzt: Speck.
So war es nur folgerichtig, dass Rathauschef Wilhelm Speckhardt im großen, traditionellen Neujahrsempfang in Stadtverordnetensitzungssaal und Foyer den Bürgern noch eingangs seiner Neujahrs-Ansprache zur „Gelassenheit“ riet. Geld, das man hat, macht gemeinhin nicht immer glücklich, aber es beruhigt.
So sicher eingestimmt, fanden die Bürger auch daran Gefallen, dem Bürgermeister auf seiner „Tour d´Horizon“ durch Eschborn 2011 und mit Ausblick auf 2012 standhaft rund 20 Minuten zu folgen und zwischendrin und am Schluss ihr Einverständnis mit dem Gehörten zu bekunden, indem sie durchaus laut und vernehmlich Beifall klatschten.
Der Bürgermeister und die Stadt haben Verbündete gefunden: Beider Einsatz, kulturell, kultiviert Bürgernahes in Frankfurt und der Region auch von Eschborn aus finanziell in einer anständigen Größenordnung schon relativ dauerhaft zu unterstützen, fand erneut Echo und Annahme im Foyer der Stadthalle: Dort präsentierten sich u.a. Museen aus Frankfurt und wiesen freundlich auf ihre Angebote hin. Sie gewannen damit Beachtung und werden darüber in Frankfurt berichtet haben, dass die Eschborner Gönner mit Herz sind, was Geben und Nehmen sicher in Freundschaft erhält.
Speckhardt, der mit seiner Ehefrau und zusammen mit der neugewählten Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Rümann-Heller und ihrem Lebenspartner Philipp Zimmer die Bürger nach ihrer Ankunft in der Stadthalle persönlich begrüßte, sprach von einem „ereignisreichen Jahr“ 2011 und lenkte über Eschborn hinaus auf die neue Energiepolitik des Bundes „bei gleichzeitiger Erfordernis der Sicherstellung einer flächendeckenden Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen“.
Er ironisierte die Sprechformel „in Zeiten wie diesen“ in ihren Ausdehnungen ins Jammertal hinein und riet dazu, umzukehren: „Wir müssen mutig Veränderungen anpacken und Stillstand vermeiden“. Doch auch die Bewegung der Stadt verlangt Vorsicht: „Man muss das Geld zuerst verdienen, bevor man es ausgibt.“
Das wird im Rathaus bedacht: „In Eschborn investieren wir jedes Jahr einen im Vergleich zu anderen Kommunen markant überdurchschnittlichen Betrag in unsere Infrastruktur und damit zugunsten unserer Einwohner.“ Jugend, ältere Mitbürger, Kunst und Kultur, Zoo und Sport – das sind wenige Schlagworte, aber Rathaus Eschborn arbeitet für alle, „und die neue Mehrheit im Rathaus hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen“.
Musikschule, Notfallzentrum, Straßenbau, Westerbachverrohrung, stationäres Betreuungsangebot für Senioren, Alte Mühle – auch dafür und daran wird geschafft 2012.
Und auch dafür, „mehr zu informieren und die Dinge transparenter zu gestalten“: „Der Eschborner Bürgerdioalog war im vergangenen Jahr einer der wichtigsten Neuerungen... Bürger in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen.“
Die Erfahrungen damit als eine der ersten Kommunen in Deutschland sind nach Einschätzung Speckhards positiv.
Der geplante Neubau von Stadthalle und Rathaus wird das zweite Projekt des Eschborner Bürgerdialogs werden. „Er ist keine Wahlwerbeveranstaltung,“ drückte der Rathauschef ausdrücklich aus, „sondern ist eine ernst gemeintes und ehrliches Angebot,“ ergänzte er.
Hinsichtlich des Bürgerentscheids dazu im April des Jahres äußerte Speckhardt, dass dafür die Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs und Infos darüber auch „seit Monaten über den Bürgerdialog zugänglich“ seien. Der Bürgermeister betonte dazu: „Ich stehe hier für absolute Transparenz und bedauere Halbwahrheiten und Gerüchte.“
Abschließend warb Speckhardt dafür, „Diskussionen fair und mit Achtung zu führen. Lassen Sie uns den Spaß an der Politik wiederfinden, die Freude an der stilvollen Debatte. Unsere Stadt hat das verdient“.
Wie es schien, nahmen die Bürger das sofort an: Das Forum „Eschborner Bürgerdialog“ mit den transparenten Schaumodellen um Stadthallen und Rathausneubau war während der gesamten Empfangsdauer stets umlagert. Es wurde diskutiert, geschaut und informiert. Das war ein durchweg positives Zeichen. Wm
Quelle: Eschborner Stadtspiegel vom 19.01.2012
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